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Freitag, 30. Juni 2017

Buch - "Eis wie Feuer" von Sara Raasch

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Titel: Eis wie Feuer
Reihe: Ice like Fire II
Autor: Sara Raasch
Genre: Fantasy
Verlag: cbt
Seiten: 544
Preis: 14,99 € (TB)
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Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

Quelle: Verlagsseite




Der erste Teil der Reihe "Schnee wie Asche" hat mir damals sehr gut gefallen und machte mich neugierig auf den zweiten Teil. Klar, dass ich den unbedingt lesen musste.
Leider konnte dieser Band nicht mit seinem Vorgänger mithalten.

Meira ist nun Königin von Winter, aber frei ist ihr Land noch lange nicht, denn für die Befreiung muss noch eine Schuld beglichen werden. Theron überwacht die Minenarbeiten für seinen Vater und ist auf der Suche nach dem Magieschlund. Als dieser gefunden ist, scheinen für ihn alle Probleme gelöst, dabei fängt es gerade erst an. Meira macht sich auf eine Reise durch die Königreiche, um die Schlüssel zum Schlund und ihrer Magie und neue Verbündete zu finden. Doch auch die Welt außerhalb Winters hat große Probleme.

Die Story wirkt wie ein typischer Zwischenband. Nach einem gelungenen Auftakt und vor einem (hoffentlich) großartigen Finale lassen wir die Charaktere einfach mal blöd in der Gegend rum laufen, ohne das eigentlich wirklich was passiert. Natürlich hat man so etwas mehr die Welt kennengelernt, was auch echt interessant war, das jedes Königreich aufwendig erdacht ist. Dafür kommen sie leider etwas zu kurz. Wahrscheinlich hätte man mit jedem Königreich ein ganzes Buch füllen können. Außerdem ist die Mischung für mich doch etwas wirr und hat teilweise krasse Gegensätze. Jedes Königreich für sich gesehen, ist wirklich interessant. Aber man fragt sich doch echt, wie solche Länder nebeneinander existieren können.

Auch die Charaktere waren im zweiten Band nicht so stark wie zurvor. Meira ist ihrer Rolle als Königin nicht gewachsen und nervt mit ihrem ewigen hin und her zwischen frecher Kriegerin und bedachter Herrscherin. Sie verfängt sich in der Vorstellung, was andere von ihr erwarten und ist dadurch total unglücklich, sprunghaft und wirklich anstrengend.
Hinzu kommt nun eine Dreiecksbeziehung, die echt nicht sein musste. Nach dem ersten Band war ich eigentlich recht beruhigt, dass der Punkt Liebe quasi geklärt ist und Meira und Theron das glückliche Paar sind. Doch plötzlich wird alles umgeworfen. Theron wird richtig unsympathisch für den Leser und Mather - obwohl der selbst auch sehr anstrengend wird - rückt wieder in den Vordergrund. Meiras Gefühlswelt wird wieder ordentlich auf den Kopf gestellt und ich frage mich, ob das wirklich sein musste.

Der Stil war auch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Perspektive wechselte zwischen Ich-Perspektive in der Gegenwart wenn es um Meira ging und dritte Person in der Vergangenheit wenn man Mather begleitete. Das fand ich sehr inkonsequent und ließ mich bei Kapitelwechseln gelegentlich stolpern.

Positiv hervorheben muss ich das Ende. Nicht weil das Buch da endlich zu Ende war, sondern weil es da noch mal richtig spannend wurde. Alles, was vorher nur daher plätscherte, entlud sich nun in einem großen Knall. Schade, dass nicht die ganze Story so energiegeladen war. Der Cliffhanger am Ende machte mich wirklich neugierig und in der Erwartung, dass der letzte Teil noch mal alles rumreißt, werde ich auch den lesen.
Zumal sich auch die wundervollen Cover hübsch im Regal machen!


Der dritte Teil "Frost wie Schatten" ist für Anfang Oktober geplant.


 Leider ein typischer Zwischenband mit seichter Story und anstrengenden Charakterentwicklungen. Das Weltenkonzept ist wie im ersten Band super spannend und weiß zu begeistern. Auch das Ende lässt hoffen, dass im nächsten Teil noch mehr kommt. Nicht überzeugend, aber ausreichend, um die Reihe weiter zu verfolgen.

Jenny

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